»Aber wenn das Jahr 2086 kommt, wird man überall in Europa aufsteigen sehen Bauten, die geistigen Zielen gewidmet sind und die Abbilder sein werden von unserem Dornacher Bau mit seinen zwei Kuppeln. Das wird die goldene Zeit sein für solche Bauten, in denen das geistige Leben blühen wird.« Rudolf Steiner

Das Haus der Sprache ist ein spiritueller Raum. Es besteht in der Absicht und Bemühung, sich der Sprach- und Wortkraft zu verbinden und sich für die inneren und äußeren Belange einer anthroposophisch orientierten Sprachgestaltungskunst einzusetzen.

Zugleich ist es ein irdischer Raum, der Institut für Sprachgestaltung, Praxis für künstlerisches Sprechen und Marie Steiner Verlag beherbergt und trägt.

Im Jahr 1999, als die Schule für Sprachgestaltung und Sprachkünstlerische Therapie sich von der Freien Studienstätte Unterlengenhardt löste, fasste die anthroposophische Augenärztin Dr. med. Elfriede Lötterle (1915-2009) den Entschluss, ihr 1976 erbautes Haus Rosenhalde der Heilenden Sprache zu widmen und in Haus der Sprache umzubenennen.

Ur- und Vorbilder sind das Erste und das Zweite Goetheanum. Der Grundstein, den Rudolf Steiner für das Haus des Wortes geschaffen hat, lebt im Herzen des Sprachgestalters, der auf der Bühne des Lebens denkend, fühlend und wollend spricht.

Verwirklichte und zu verwirklichende Idee treffen sich im Haus der Sprache mit dem Willen, den sprechenden Menschen zu verstehen, innerlich zu beleben und aus der Sprache heraus zu behandeln und zu stärken.